Recap: Inspiration Day 2026 – Innovationen und Best Practices für den Lokaljournalismus
Viel Austausch, eine inspirierende Keynote und acht Workshops rund um Innovationen und Best Practices für den Lokaljournalismus: Das war der Inspiration Day 2026, den wir am 9. September bereits zum vierten Mal im MIZ Babelsberg veranstaltet haben. Mit dabei waren erneut unser Kooperationspartner Netzwerk Recherche und – wie schon in den vergangenen beiden Jahren – die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).
Beim Inspiration Day lernen innovationsinteressierte Journalist:innen und Medienmacher:innen spannende neue Projekte aus den Förderprogrammen der drei Häuser kennen und haben in zweistündigen Workshop-Phasen die Möglichkeit, die vorgestellten Ansätze auf Praxistauglichkeit für den Redaktionsalltag zu testen, Feedback zu geben und mit den Projektteams ins Gespräch zu kommen.
Das Programm des Inspiration Day 2026
Vor den Workshop-Phasen sorgte Dr. Inge Kreutz (Newsmanagerin und Mitglied der Chefredaktion beim Trierischen Volksfreund) mit ihrer Keynote zum Thema „Lokaljournalismus und sein Publikum: Warum uns die Klickzahlen zu Recht erwischt haben“ für einen inspirierenden Start in den Tag. Auch abseits des Programms blieb viel Zeit für Gespräche und neue Kontakte – beim Frühstück mit Croissants, beim gemeinsamen Lunch oder zum Ausklang des Tages bei Pizza und Getränken.
Der Markplatz der Fördermöglichkeiten bot den Teilnehmenden dieses Jahr zudem die Gelegenheit, sich mit Förderexpert:innen vom MIZ, der mabb, von Netzwerk Recherche, dem Media Forward Fund und Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg auszutauschen und mehr über Förder- und Unterstützungsangebote, Bewerbungsverfahren und Voraussetzungen zu erfahren.
Für uns war der Inspiration Day 2026 vor allem eines: ein Tag voller guter Ideen, spannender Gespräche und neuer Impulse. Mehr als 50 innovationsinteressierte Journalist:innen und Medienmacher:innen kamen aus Berlin-Brandenburg und weiteren Bundesländern nach Babelsberg, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und Neues auszuprobieren. Wir haben uns sehr darüber gefreut, wie viel Offenheit, Neugier und Lust auf Innovation an diesem Tag im MIZ zusammengekommen sind.
Das nehmen wir aus dem Workshop-Tag mit:
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Kommunalpolitische Daten sind öffentlich, aber in Ratsinformationssystemen oft schwer zugänglich. Wie sich KI-gestützte Suche, Chatbots und Heatmaps für lokale Recherchen nutzen lassen, haben Lisa Baron und Kolja Martens in ihrem Workshop zum Poliscope Journalism Toolkit gezeigt. Das Team entwickelt das Toolkit in der MIZ-Innovationsförderung.
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Verdeckte Recherchen in abgeschotteten und extremistischen Milieus brauchen eine gute Vorbereitung und klare Sicherheitsstrategien. Wie das in der Praxis funktionieren kann, hat Alexander Kalski von der Ostsee-Zeitung anhand seiner Recherche im Umfeld der Anastasia-Bewegung gezeigt und mit den Teilnehmenden zentrale Techniken ausprobiert.
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Journalistische Geschichten müssen nicht beim klassischen Text enden. Wie sich Berichte und Reportagen in visuelle Hochkant-Formate für Social Media und eigene Plattformen übersetzen lassen, hat Gregor Landwehr von Slidy in seinem Workshop gezeigt. Gregor hat Slidy gemeinsam mit seinem Team in der MIZ-Innovationsförderung entwickelt.
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Live-Formate können Lokaljournalismus näher an sein Publikum bringen und Vertrauen schaffen. Welche Formate vom Wohnzimmertalk bis zum Wahlforum funktionieren können und wie eigene Ideen dafür entstehen, hat Dörthe Ziemer von Wokreisel mit den Teilnehmenden diskutiert.
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KI kann journalistische Recherche unterstützen, ohne dass sensible Daten zwangsläufig in einer Cloud landen müssen. Wie sich Daten lokal und verantwortungsvoll analysieren lassen und was dabei bei Quellenschutz und Datenethik zu beachten ist, haben Frederic von Vlahovits und Julius Peinelt von synpose gezeigt. Sie entwickeln die KI-Anwendung in der MIZ-Förderung.
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Ein gutes Thema ist noch keine gute Geschichte. Wie aus einer Idee ein überzeugender Storytelling-Podcast wird und welche Rolle Plot Points, Turning Points und Character Building dabei spielen, hat Swantje Reuter vom audiokombinat in ihrem Workshop vermittelt.
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Schwierige Recherchen lassen sich oft besser gemeinsam weiterbringen. Welche Lösungswege es bei fehlenden Informationen, komplexen Themen oder mauernden Behörden geben kann, hat Maria-Mercedes Hering von Netzwerk Recherche gemeinsam mit den Teilnehmenden anhand ihrer eigenen Recherchefragen erarbeitet.
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Investigativer Lokaljournalismus muss trotz knapper Ressourcen nicht allein stattfinden. Wie medienübergreifende Kooperationen gemeinsame Recherchen ermöglichen können, welche Tools dabei helfen und welche Fallstricke es gibt, hat Anna-Sophie Kächele von der Stuttgarter Zeitung/Nachrichten in ihrem Workshop gezeigt.
Fotos vom Inspiration Day
© MIZ Babelsberg | Beata Böttcher-Sisak
Ansprechperson
Theres Herzberg
InnovationstransferTheres verantwortet im Bereich Innovationstransfer die Konzeption, Koordination und Umsetzung von Veranstaltungen und Projekten.