SensorStory

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Wie wirkt sich Preisdruck im Supermarkt auf die Landwirtschaft aus, warum stockt der Verkehr auf Schnellstraßen, warum ändern Bienenvölker plötzlich ihr Verhalten? Antworten auf Fragen wie diese gibt die SensorStory – in Echtzeit und bisher nicht gekannter Detailtiefe.

Das neue journalistische Format setzt gezielt Sensoren ein, um die Welt zu vermessen und dadurch Geschichten zu erzählen. Aus der Fülle der erhobenen Daten über Temperatur, Lautstärke, Bewegungsmuster oder Schadstoffkonzentrationen werden automatisch Texte generiert und in das Internet und die sozialen Medien eingespeist – schneller und präziser als ein menschlicher Reporter dies jemals könnte.

Abhängig vom Untersuchungsgegenstand und der Dramaturgie werden die Informationen im Netz visualisiert und multimedial aufbereitet – mit Datenwolken, kleinen Videos oder Live-Webcam-Übertragung. ZuschauerInnen sind dadurch unmittelbar dabei, wenn ein Kalb geboren wird, ein Ökosystem ins Wanken gerät oder ein Bienenvolk akut bedroht ist. UserInnen können über die sozialen Medien antworten, mitdiskutieren und in manchen Fällen sogar Einfluss nehmen auf die Bedingungen und so die Geschichte mitgestalten. Die SensorStory ist eine neue Art des Storytellings mit Sensordaten aus dem Internet-der-Dinge.

Mit dem Projekt „Ursuppe“ hat der Wissenschaftsjournalist Jakob Vicari eine Testanordnung entwickelt, die die Entwicklung von Urzeitkrebsen (triops longicaudatus) vermessen und ihr nur 60 Tage dauerndes Leben in Echtzeit dokumentiert hat. Das Projekt hat 2015 beim Formatfestival des Medieninnovationszentrum Babelsberg den 1. Platz belegt, Jakob Vicari wurde dafür vom Medium Magazin zum Wissenschaftsjournalist des Jahres 2015 gekürt.

Jetzt soll die Technologie der SensorStory in einem Team aus Programmierern und Reportern zum sendefähigen Prototypen entwickelt werden. Die reporter.box wird ein Stück journalistischer Hardware, mit deren Hilfe SensorStorys erzählt werden können. Die Software sensor.bot übersetzt die Daten in verständliche Information. Parallel werden erste journalistische Projekte mit dem Format der SensorStory entwickelt.

Projektmeldungen

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter
http://sensor-live-reportage.de/, facebook oder Twitter

Wer die SensorStory monetär unterstützen möchte, dann dies nun via steady tun. Wir sagen bereits an dieser Stelle DANKE für die Unterstützung!

Das Team hinter der SensorStory

Jakob Vicari (Projektverantwortung, 2.v.l.), freier Wissenschaftsjournalist hatte die Idee zur Sensor-Live-Reportage, ist Autor, kümmert sich um die Technologieentwicklung und Koordination. Im Jahr 2015 gewann Vicari mit der Studie zur Sensor-Live-Reportage das MIZ Formatfestival und wurde für die Idee von einer 60-köpfigen Jury des Medium-Magazins als »Wissenschaftsjournalist des Jahres 2015« ausgezeichnet.

Björn Erichsen (r.), freier Journalist und Bertram Weiß (2.v.r.), GEO-Redakteur sind die Autoren der ersten Sensor-Live-Reportage. Erichsen war freier Redakteur bei stern.de. Er hat vielfältige Erfahrungen in Entwicklungsredaktionen. Weiß wurde unter anderem mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet.

Carolyn Braun und Marcus Pfeil (m.) sind Gründer der Formatentwicklungsfirma Chapter One. Die Journalisten haben sich spezialisiert auf die Produktion innovativer Online-Formate. Nach den vielfach preisgekrönten Produktionen „GPS-Jagd” (2014), „Kunstjagd“ (2015) und „Zetra- Project“ (2016) coachen, entwickeln und produzieren sie die erste Sensor-Live-Reportage. www.chapter-one.de

Robert Schäfer (l.), Student am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, programmiert den Algorithmus hinter der Sensor-Live-Reportage.

Jannis Konrad (nicht im Bild), Diplom-Informatiker mit Schwerpunkt Internet-der-Dinge, baut und programmiert die Reporter.Box, die Sensordaten sammelt und zur Verfügung stellt.

Förderprogramm

Das Projekt SensorStory wird im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung für Medienprofis gefördert.